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Wir lassen nie vom Suchen ab, und doch, am Ende all unseren Suchens

sind wir am Ausgangspunkt zurück und werden diesen Ort zum ersten Mal erfassen.

T.S. Eliot Little Gidding


Ein philosophisches Roadmovie

über die Frage nach dem Wert der Erinnerung.

 

Bei der Sichtung von 16 mm Material in seinem Archiv entdeckte Wolfgang H Scholz 2010 Filmmaterial, das er in den Jahren 1987 bis 1989 selbst gedreht hatte. Er war überrascht, wie dieser Rough Cut heute noch (oder gerade jetzt nach 20 Jahren) funktionierte und einen Begriff von der "stehende Zeit" in Dresden 1988 - kurz vor dem Fall der Mauer - beschreiben könnte. So entstand über eine Entwicklung- und Finanzierungsphase von mehr als 3 Jahren das Drehbuch für den in Teilen autobiografischen Film.

 

Erzählt wird die Geschichte von Martin S., seiner Rückkehr nach Dresden, das er vor mehr als 20 Jahren verlassen hatte. Er hatte eigenes Filmmaterial aus 1988 entdeckt und war in seiner Akte der Staatssicherheit auf eine Person gestoßen, deren Berichte über ihn Details enthielten, die eigentlich nur seine damalige erste Liebe wissen konnte. So beginnt er eine Suche und Hinterfragung seiner Erinnerungen und eine Prüfung der geglaubten Realität. Martin ist das zurück gekehrte ICH des Jungen aus dem Spielfilm "Überfahrt" (1988). Er geht die Orte seines damaligen Lebens ab (Dresdner Neustadt, Kleinzschachwitz u.a.) sucht nach Verknüpfungen zu seinen Erinnerungen und einer Begegnung mit Lisa, die er geliebt hatte. Dort, wo sie damals bei Dreharbeiten zu dem Film "Die Fliegen" von Jean-Paul Sartre zusammen fanden. "Les Mouches" ("Die Fliegen")- der Stoff eines griechischen Mythos, der die Bedeutung von Freiheit, Hoffnung, aber auch Reue aufzeigt.

 

Es ist keine politische Beschreibung der Umstände, eher ein Film über die Bilder, Emotionen und philosophische Beziehungen dieser Zeit - ein Jahr vor dem Fall der Mauer. Es ist ein Spielfilm über die Thematik des Erinnern und Vergessens, mit Fragen nach dem Begriff der Heimat und dem Ankommen.

 

Eine Koproduktion von Sic! Film GmbH (Dresden/München) und Doña Films A.C. (Mexico City), gefördert von der SLM -Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Ausführende Produktion: á jour Film, Berlin ("Kinder von Golzow", "Legende vom kleinen Glück" und "Hitlerkantate").

 

Länge + Format:                           52 Min., 16:9, HD / 16 mm Farbe + Schwarz-Weiss

 

Schauspieler:                                Philipp Lux, Staatsschauspiel Dresden

                                                       Jens Harzer (OFF-Stimme), Thalia Theater Hamburg

                                                       Christine Hoppe, Staatsschauspiel Dresden

                                                       Brigitte Wähner-Liefers, Erik Thyzel u.a.

 

Produzent:                                    Wolfgang H Scholz

Produktionsleiter:                        Klaus Schmutzer

Buch + Regie:                               Wolfgang H Scholz

Kamera:                                         Sebastian Hattop

Schnitt:                                          Volker Becker-Battaglia

                                                        French Connection, München

Musikkomposition:                      David Martin Bassail

                                                        Estudio Sefarad Mexico City

Sounddesign:                               Daniel Dietenberger

Mischtonmeister:                         Michael Hinreiner

Mischung:                                      Bavaria Musikstudios München


@ 2014 Sic! Film GmbH, www.sicfilm.de